München wächst überwiegend nach innen. Ausgebaut, aufgestockt und umgenutzt wird das, was schon steht – und dabei greift man in ein Tragwerk ein, das jemand vor Jahrzehnten für einen anderen Zweck entworfen hat.
SMP – Schlue Moses PartGmbB betreut solche Vorhaben in München und Oberbayern: von der Bestandsaufnahme über die statische Bewertung bis zum prüffähigen Nachweis. Die Spanne reicht vom Wanddurchbruch im Einfamilienhaus bis zur Erweiterung eines Museums im laufenden Betrieb.
Ob klein oder groß: Sobald sich der Lastabtrag ändert, muss das rechnerisch verfolgt werden – bis hinunter in die Gründung.

Das Dachgeschoss ist die naheliegendste Reserve eines Gebäudes – und statisch der anspruchsvollste Ort. Zusätzliche Lasten müssen durch das gesamte Haus geführt werden, oft sind neue Träger oder Stahlrahmen nötig, und der Bestand ist während der Bauzeit bewohnt. Wir planen Ausbauten, Aufstockungen und Gauben einschließlich der erforderlichen Bauzustände.
Der häufigste Eingriff überhaupt: Eine tragende Wand soll geöffnet werden, um zwei Räume zu verbinden. Wir bemessen den Ersatzträger, weisen die Auflager nach, verfolgen die Last bis in die Gründung und legen fest, wie im Bauzustand abzustützen ist.
Neubauteile treffen auf Bestand – und beide setzen sich unterschiedlich. Wir klären, ob konstruktiv angebunden oder bewusst getrennt wird, planen die Gründung des Anbaus neben der vorhandenen und berücksichtigen, was der Bestand während der Bauarbeiten aushalten muss.
Aus Büro wird Wohnung, aus Wohnung wird Kindertagesstätte: Mit der Nutzung ändern sich die anzusetzenden Verkehrslasten, und was früher genügte, genügt dann womöglich nicht mehr. Wir prüfen den Bestand auf die neue Nutzung, weisen ihn nach und stimmen das Ergebnis mit der Prüfstatik ab.
Holzbalkendecken in Altbauten tragen häufig weniger, als die neue Nutzung verlangt, und schwingen spürbar. Neben der Tragfähigkeit sind dann Schwingungsnachweise zu führen und der Schallschutz zu ertüchtigen. Wir planen Verstärkungen, die sich im bewohnten Gebäude auch tatsächlich einbauen lassen.
In der geschlossenen Bebauung endet das eigene Grundstück nicht am eigenen Bauteil. Kommunwände müssen im Bauzustand gesichert und gegebenenfalls unterfangen werden, Baugruben neben Bestandsgebäuden verlangen einen bemessenen Verbau. Diese Nachweise gehören für uns zum Vorhaben dazu.
Eine Bestandsstatik ist nur so gut wie das Wissen über das, was da steht.
Wir gehen das Gebäude durch, erfassen das Tragsystem, nehmen Bauteilabmessungen auf und dokumentieren sichtbare Schäden. Häufig zeigt sich dabei, dass der Bestand von den Plänen abweicht – nachträgliche Umbauten sind selten vollständig dokumentiert.
Wo die Bewehrung nicht aus Plänen bekannt ist, orten wir sie zerstörungsfrei und messen die Betondeckung. Mit dem Rückprallhammer lässt sich die Betonfestigkeit orientierend einordnen. Weitergehende Untersuchungen ziehen wir bei Bedarf über Partnerbüros hinzu.
Alte Statiken, Bestands- und Genehmigungspläne sind wertvoll – auch wenn sie nach heutigen Normen gerechnet wurden. Wir lesen sie aus, gleichen sie mit dem Befund vor Ort ab und halten fest, welche Annahmen belastbar sind und welche nicht.
Im Bestand ist der Bauzustand oft kritischer als der fertige Zustand: Für Stunden oder Wochen fehlt ein tragendes Bauteil. Wir legen fest, in welcher Reihenfolge gearbeitet und womit abgestützt wird – das gehört zur Planung, nicht auf die Baustelle zur Improvisation.
Im Bestand läuft die Planung anders herum als beim Neubau: Erst kommt die Aufnahme, dann der Entwurf.
Sie schildern das Vorhaben und schicken uns, was an Plänen und alten Statiken vorhanden ist. Oft reicht das schon für eine erste Einschätzung, ob die Idee tragwerksseitig funktioniert.
Wir erfassen das Tragsystem, messen nach, dokumentieren Schäden und ordnen zu, welche Bauteile tragen. Abweichungen zwischen Plan und Wirklichkeit werden hier sichtbar.
Was kann das vorhandene Tragwerk noch aufnehmen? Wo ist Reserve, wo muss verstärkt werden? Ergebnis ist eine belastbare Grundlage für die Entscheidung über den Umfang des Vorhabens.
Wir entwickeln die Eingriffe: neue Träger, Verstärkungen, Abfangungen, Gründungsergänzungen – abgestimmt darauf, was sich im bewohnten oder genutzten Gebäude überhaupt einbauen lässt.
Es entsteht die statische Berechnung mit den Nachweisen für Bestand und Neubauteile einschließlich der Bauzustände. Eine bautechnische Prüfung durch einen Prüfingenieur ist längst nicht immer nötig – bei größeren Gebäuden der Gebäudeklassen 4 und 5 in der Regel schon, beim Wanddurchbruch im Einfamilienhaus meist nicht. Ist sie erforderlich, stimmen wir sie für Sie ab.
Im Bestand kommt regelmäßig etwas zum Vorschein, das niemand erwartet hat. Auf Wunsch sind wir auf der Baustelle dabei, bewerten Funde und passen die Statik an.
Das ist eher die Regel als die Ausnahme und kein Grund, das Vorhaben aufzugeben. Fehlen Unterlagen, wird das Tragwerk aus dem Befund vor Ort rekonstruiert: Bauteilabmessungen aufnehmen, Bewehrung orten, Bauweise und Baujahr einordnen, im Zweifel Bauteile öffnen.
Wo Kennwerte unsicher bleiben, rechnen wir auf der sicheren Seite – oder empfehlen eine gezielte Untersuchung, statt eine Annahme zu treffen, die später niemand belegen kann. Was wir angesetzt haben und warum, steht nachvollziehbar in der Berechnung.
Vom Dachgeschoss im Glockenbachviertel bis zum Museum am Starnberger See.
In aller Regel ja. Ausbau, Gauben und neue Decken bringen zusätzliche Lasten ein, die durch das gesamte Gebäude bis in die Gründung geführt werden müssen. Auch die Aussteifung und der vorhandene Dachstuhl sind neu zu betrachten.
Ja, das ist der Normalfall. Wir nehmen das Tragwerk vor Ort auf, orten die Bewehrung zerstörungsfrei, ordnen Bauweise und Baujahr ein und öffnen im Zweifel gezielt Bauteile. Wo Kennwerte unsicher bleiben, rechnen wir auf der sicheren Seite oder empfehlen eine gezielte Untersuchung.
Sichere Anhaltspunkte sind die Wanddicke, die Lage im Grundriss und die Durchgängigkeit über mehrere Geschosse – verlässlich klären lässt es sich aber nur anhand der Bestandspläne oder bei einem Ortstermin. Verlassen Sie sich nicht auf Vermutungen: Ein Durchbruch in einer tragenden Wand ohne Nachweis ist ein ernstes Risiko.
Häufig ja, es hängt vom Eingriff ab. Bei Dachgeschossausbauten wird der Bestand darunter regelmäßig weitergenutzt; dafür planen wir die Bauzustände entsprechend, teilweise mit einem Wetterschutzdach über dem geöffneten Gebäude. Welche Bereiche wie lange nicht nutzbar sind, klären wir vorab.
Nicht das ganze Gebäude. Nachzuweisen sind die Bauteile, die von der Änderung betroffen sind oder deren Beanspruchung sich erhöht. Was unverändert bleibt und weiterhin bestimmungsgemäß genutzt wird, muss in der Regel nicht nachgerüstet werden. Den Umfang klären wir zu Beginn – gegebenenfalls mit dem Prüfingenieur.
Das hängt von der Auslastung ab. Schicken Sie uns vorab, was an Plänen vorhanden ist, und beschreiben Sie das Vorhaben – oft lässt sich schon daran erkennen, wie dringend ein Termin wirklich ist und was wir dafür mitbringen müssen.
Schicken Sie uns, was an Unterlagen da ist – wir sagen Ihnen, was geht und was es braucht.
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